Die ästhetische Praxis von Alice Creischer und Andreas Siekmann - Fragen an die Ausstellung “Die Zirkulation von Arbeit, Kapital und Leben als Lieferkette - Das Potosi-Prinzip-Archiv erklärt einen Typus ecclesiae catholicae”
Workshop für Promovierende des Graduiertenkollegs „Ästhetische Praxis“
Ein eigenwilliges Netzwerk aus Papierketten spannt sich derzeit durch die Ausstellungsräume des Dommuseums Hildesheim. Dieses Netzwerk verknüpft historische Sammlungsobjekte mit Collagen, Texten, Bildtafeln und Videos. Bei der Ausstellungsintervention von Alice Creischer und Andreas Siekmann mit dem Titel “Die Zirkulation von Arbeit, Kapital und Leben als Lieferkette - Das Potosí-Prinzip-Archiv erklärt einen Typus ecclesiae catholicae” handelt es sich um eine kollektive künstlerische Recherche, die koloniale Geschichte und postkoloniale Gegenwart, religiöse Bildpolitik und kapitalistische Ausbeutung miteinander in Beziehung setzt. Sie knüpft an zentrale Pionierprojekte der beiden Künstler*innen an, insbesondere an das kollektive Ausstellungs- und Forschungsprojekt “Das Potosí-Prinzip” (2010/11, gemeinsam mit Max Jorge Hinderer Cruz) sowie an das “Potosí-Prinzip-Archiv” (2021).
Ausgangspunkt dieser Arbeiten sind künstlerische Recherchen zu kolonialen und kapitalistischen Verhältnissen, die mit der Ausbeutung Lateinamerikas / Abya Yalas ab dem 16. Jahrhundert, im Besonderen dem Extraktivismus in den Silberminen der Stadt Potosí, in Gang gesetzt wurden und bis heute soziale Ungleichheiten, Kriege und Armut produzieren. Creischer und Siekmann sowie eingeladene Künstler*innen und Forscher*innen untersuchen dabei Bilder nicht nur als Repräsentationen, sondern als aktive Agenten innerhalb globaler Zirkulations- und Herrschaftsverhältnisse.
In diesem Seminar werden die Promovierenden des Graduiertenkollegs ‘Ästhetische Praxis’ mit dem Kurator Max Negrelli und dem Wissenschaftler Noah Grossmann die Ausstellung als konkreten Arbeits- und Denkraum zum Anlass nehmen, um die ästhetische Praxis von Creischer und Siekmann zu erkunden. Bei einem gemeinsamen Ausstellungsbesuch werden eigene Perspektiven und Fragen entwickelt - und diese können im Anschluss mit dem Direktor des Museums, Dr. Felix Prinz, diskutiert werden.
Im Zentrum stehen Fragen nach den künstlerischen, kuratorischen und organisatorischen Strategien des Ausstellens und dem Verhältnis von künstlerischer Forschung und ästhetischer Produktion. Darüber hinaus sollen die durch die Ausstellungsintervention erzeugten Spannungen, in den Blick genommen werden, etwa zwischen individueller und kollektiver künstlerischer Arbeit, aktivistischen und musealen Politiken sowie europäischen und indigenen Perspektiven auf dekoloniale (ästhetische) Praxis.
Max Negrelli ist Kulturarbeiter in Berlin. Er beschäftigt sich mit kritischen Ausstellungspraktiken und hat zuletzt kuratorisch und organisatorisch an der 13. Berlin Biennale, der KOW Galerie, Berlin und dem Berlin Atonal Festival mitgewirkt. Noah Grossmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Graduiertenkolleg 2477 "Ästhetische Praxis" der Universität Hildesheim und promoviert zu afro-britischen und afro-amerikanischen ästhetischen Theorien.
Ausgangspunkt dieser Arbeiten sind künstlerische Recherchen zu kolonialen und kapitalistischen Verhältnissen, die mit der Ausbeutung Lateinamerikas / Abya Yalas ab dem 16. Jahrhundert, im Besonderen dem Extraktivismus in den Silberminen der Stadt Potosí, in Gang gesetzt wurden und bis heute soziale Ungleichheiten, Kriege und Armut produzieren. Creischer und Siekmann sowie eingeladene Künstler*innen und Forscher*innen untersuchen dabei Bilder nicht nur als Repräsentationen, sondern als aktive Agenten innerhalb globaler Zirkulations- und Herrschaftsverhältnisse.
In diesem Seminar werden die Promovierenden des Graduiertenkollegs ‘Ästhetische Praxis’ mit dem Kurator Max Negrelli und dem Wissenschaftler Noah Grossmann die Ausstellung als konkreten Arbeits- und Denkraum zum Anlass nehmen, um die ästhetische Praxis von Creischer und Siekmann zu erkunden. Bei einem gemeinsamen Ausstellungsbesuch werden eigene Perspektiven und Fragen entwickelt - und diese können im Anschluss mit dem Direktor des Museums, Dr. Felix Prinz, diskutiert werden.
Im Zentrum stehen Fragen nach den künstlerischen, kuratorischen und organisatorischen Strategien des Ausstellens und dem Verhältnis von künstlerischer Forschung und ästhetischer Produktion. Darüber hinaus sollen die durch die Ausstellungsintervention erzeugten Spannungen, in den Blick genommen werden, etwa zwischen individueller und kollektiver künstlerischer Arbeit, aktivistischen und musealen Politiken sowie europäischen und indigenen Perspektiven auf dekoloniale (ästhetische) Praxis.
Max Negrelli ist Kulturarbeiter in Berlin. Er beschäftigt sich mit kritischen Ausstellungspraktiken und hat zuletzt kuratorisch und organisatorisch an der 13. Berlin Biennale, der KOW Galerie, Berlin und dem Berlin Atonal Festival mitgewirkt. Noah Grossmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Graduiertenkolleg 2477 "Ästhetische Praxis" der Universität Hildesheim und promoviert zu afro-britischen und afro-amerikanischen ästhetischen Theorien.
Die ästhetische Praxis von Alice Creischer und Andreas Siekmann - Fragen an die Ausstellung “Die Zirkulation von Arbeit, Kapital und Leben als Lieferkette - Das Potosi-Prinzip-Archiv erklärt einen Typus ecclesiae catholicae”
Workshop für Promovierende des Graduiertenkollegs „Ästhetische Praxis“
Ein eigenwilliges Netzwerk aus Papierketten spannt sich derzeit durch die Ausstellungsräume des Dommuseums Hildesheim. Dieses Netzwerk verknüpft historische Sammlungsobjekte mit Collagen, Texten, Bildtafeln und Videos. Bei der Ausstellungsintervention von Alice Creischer und Andreas Siekmann mit dem Titel “Die Zirkulation von Arbeit, Kapital und Leben als Lieferkette - Das Potosí-Prinzip-Archiv erklärt einen Typus ecclesiae catholicae” handelt es sich um eine kollektive künstlerische Recherche, die koloniale Geschichte und postkoloniale Gegenwart, religiöse Bildpolitik und kapitalistische Ausbeutung miteinander in Beziehung setzt. Sie knüpft an zentrale Pionierprojekte der beiden Künstler*innen an, insbesondere an das kollektive Ausstellungs- und Forschungsprojekt “Das Potosí-Prinzip” (2010/11, gemeinsam mit Max Jorge Hinderer Cruz) sowie an das “Potosí-Prinzip-Archiv” (2021).
Ausgangspunkt dieser Arbeiten sind künstlerische Recherchen zu kolonialen und kapitalistischen Verhältnissen, die mit der Ausbeutung Lateinamerikas / Abya Yalas ab dem 16. Jahrhundert, im Besonderen dem Extraktivismus in den Silberminen der Stadt Potosí, in Gang gesetzt wurden und bis heute soziale Ungleichheiten, Kriege und Armut produzieren. Creischer und Siekmann sowie eingeladene Künstler*innen und Forscher*innen untersuchen dabei Bilder nicht nur als Repräsentationen, sondern als aktive Agenten innerhalb globaler Zirkulations- und Herrschaftsverhältnisse.
In diesem Seminar werden die Promovierenden des Graduiertenkollegs ‘Ästhetische Praxis’ mit dem Kurator Max Negrelli und dem Wissenschaftler Noah Grossmann die Ausstellung als konkreten Arbeits- und Denkraum zum Anlass nehmen, um die ästhetische Praxis von Creischer und Siekmann zu erkunden. Bei einem gemeinsamen Ausstellungsbesuch werden eigene Perspektiven und Fragen entwickelt - und diese können im Anschluss mit dem Direktor des Museums, Dr. Felix Prinz, diskutiert werden.
Im Zentrum stehen Fragen nach den künstlerischen, kuratorischen und organisatorischen Strategien des Ausstellens und dem Verhältnis von künstlerischer Forschung und ästhetischer Produktion. Darüber hinaus sollen die durch die Ausstellungsintervention erzeugten Spannungen, in den Blick genommen werden, etwa zwischen individueller und kollektiver künstlerischer Arbeit, aktivistischen und musealen Politiken sowie europäischen und indigenen Perspektiven auf dekoloniale (ästhetische) Praxis.
Max Negrelli ist Kulturarbeiter in Berlin. Er beschäftigt sich mit kritischen Ausstellungspraktiken und hat zuletzt kuratorisch und organisatorisch an der 13. Berlin Biennale, der KOW Galerie, Berlin und dem Berlin Atonal Festival mitgewirkt. Noah Grossmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Graduiertenkolleg 2477 "Ästhetische Praxis" der Universität Hildesheim und promoviert zu afro-britischen und afro-amerikanischen ästhetischen Theorien.
Ausgangspunkt dieser Arbeiten sind künstlerische Recherchen zu kolonialen und kapitalistischen Verhältnissen, die mit der Ausbeutung Lateinamerikas / Abya Yalas ab dem 16. Jahrhundert, im Besonderen dem Extraktivismus in den Silberminen der Stadt Potosí, in Gang gesetzt wurden und bis heute soziale Ungleichheiten, Kriege und Armut produzieren. Creischer und Siekmann sowie eingeladene Künstler*innen und Forscher*innen untersuchen dabei Bilder nicht nur als Repräsentationen, sondern als aktive Agenten innerhalb globaler Zirkulations- und Herrschaftsverhältnisse.
In diesem Seminar werden die Promovierenden des Graduiertenkollegs ‘Ästhetische Praxis’ mit dem Kurator Max Negrelli und dem Wissenschaftler Noah Grossmann die Ausstellung als konkreten Arbeits- und Denkraum zum Anlass nehmen, um die ästhetische Praxis von Creischer und Siekmann zu erkunden. Bei einem gemeinsamen Ausstellungsbesuch werden eigene Perspektiven und Fragen entwickelt - und diese können im Anschluss mit dem Direktor des Museums, Dr. Felix Prinz, diskutiert werden.
Im Zentrum stehen Fragen nach den künstlerischen, kuratorischen und organisatorischen Strategien des Ausstellens und dem Verhältnis von künstlerischer Forschung und ästhetischer Produktion. Darüber hinaus sollen die durch die Ausstellungsintervention erzeugten Spannungen, in den Blick genommen werden, etwa zwischen individueller und kollektiver künstlerischer Arbeit, aktivistischen und musealen Politiken sowie europäischen und indigenen Perspektiven auf dekoloniale (ästhetische) Praxis.
Max Negrelli ist Kulturarbeiter in Berlin. Er beschäftigt sich mit kritischen Ausstellungspraktiken und hat zuletzt kuratorisch und organisatorisch an der 13. Berlin Biennale, der KOW Galerie, Berlin und dem Berlin Atonal Festival mitgewirkt. Noah Grossmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Graduiertenkolleg 2477 "Ästhetische Praxis" der Universität Hildesheim und promoviert zu afro-britischen und afro-amerikanischen ästhetischen Theorien.
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GebührKosten bitte in der Geschäftsstelle erfragen.
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Kursnummer: BP_UH1
Periode 2026 -
StartMi. 18.02.2026
09:30 UhrEndeMi. 18.02.2026
18:00 Uhr -
1 Termin / 10 Ustd.
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Dozent*in / Leitung:Noah Grossmann
- Veranstaltungsort,: Hildesheim
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KEB HildesheimDomhof 231134 HildesheimAula 104, Erdgeschoss 104